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Der Prignitzer vom 11.03.2015

Museumsverein baut sich ein Gleis

Mitglieder investieren knapp 60 000 Euro in das Projekt und können künftig ihre Technik unproblematischer rangieren

von Barbara Haak

Wittenberge Schwellen und Schienen verlegen, Gleisbett stopfen, und das alles mit schwerer Technik: Für die Männer von der Tief- und Gleisbau Brandenburg GmbH ist es sicher alles andere als alltäglich, in einem Museum einen neuen Gleisstrang zu verlegen. Seit einigen Tagen ist es aber für sie Arbeitsalltag.

Im ehemaligen Bahnbetriebswerk Wittenberge, das heute das größte Eisenbahnmuseum Brandenburgs beherbergt, werden zwei neue Schienenstränge verlegt. Dennis Kathke als stellvertretender Vereinschef spricht von einem wichtigen Projekt und erläutert das an dem Zugang zur Museumsanlage, der über Gleise führt. Die dort liegenden Schienenstränge gehören zum Teil dem Museum, zum Teil der Schienenfahrzeug Wittenberge GmbH (SFW).

"Wenn wir von einem unserer Abschnitt auf den anderen wollen, müssen wir über die Weichen auf die Gleisstränge der SFW rangieren", sagt Kathke. Das sei grundsätzlich natürlich möglich, verlange aber immer eine Abstimmung mit den Betriebsabläufen der SFW. Kathke betont in diesem Zusammenhang aber extra noch, dass das Verhältnis zwischen Museum und der Schienenfahrzeug GmbH hervorragend sei.

Um unabhängig von den SFW-Betriebsabläufen zu werden, lässt der Verein die neuen zwei Schienenstränge mit den entsprechenden Weichen verlegen. Damit kann die Museumstechnik künftig etwa in Höhe der alten Veritas-Sporthalle ohne Nutzung von Fremdgleisen von einer Museumsseite auf die andere rangiert werden.

Und die Investition hat einen zweiten Nutzen, der die vielen Eisenbahnenthusiasten erfreuen wird: "Die Strecke für die Führerstandsmitfahrten verdoppelt sich", sagt Kathke. Und gerade dieses Mitfahren vorn in einer Dampflok ist an den Museumstagen extrem beliebt.

Die Feste, die der Museumsverein zweimal jährlich veranstalten, tragen nach den Worten von Kathke zur Finanzierung des Gleisprojektes bei. Das ist alles andere als preiswert. Knapp 38 000 Euro fließen in den neuen Gleisabschnitt, der jetzt gebaut wird. Der Zweite, der die endgültige Rangierverbindung ermöglicht, wird noch einmal rund 20 000 Euro kosten und in Kürze folgen. "Wir erhalten keine Förderung", sagt der stellvertretende Vereinschef, "stemmen die Investition als Verein aus eigener Kraft, freuen uns, wenn uns auch Sponsoren unterstützen".


Gleisbau mit schwerer Technik im Museum: Das hat schon Seltenheitswert.


Peter Laufer (l.) von der Brandenburger Firma und Dennis Kathke tauschen sich aus.



Stichwörter: Gleisbauprojekt, Infrastruktur

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