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Volksstimme vom 30.11.2005

3100 neue Arbeitsplätze - das ist der zweite Platz im Land

Altmarkkreis Salzwedel als "Kommune des Jahres 2005" geehrt

von Uta Elste und Antje Mewes

Der Altmarkkreis Salzwedel ist vom Ostdeutschen Sparkassen und Giroverband (OSGV) als "Kommune des Jahres 2005" in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet worden. Weitere Nominierte aus der westlichen Altmark waren die Dampflokfreunde Salzwedel für den Titel "Verein des Jahres" sowie die Uhrmacherfirma Dornblüth als Kalbe/Milde für den Titel "Sachsen-anhaltischer Unternehmer des Jahres".

Salzwedel/Potsdam/Kalbe "Das war ein angenehmer und zugleich erhebender Tag, wenn der Altmarkkreis einmal derart im Mittelpunkt steht", resümierte Landrat Hans-Jürgen Ostermann gestern Abend nach der Preisverleihung in Potsdam. Gemeinsam mit Ulrich Böther, Vorstandschef der Sparkasse Altmark West, erhielt Ostermann aus den Händen von OSGV-Geschäftsführer Claus Friedrich Holtermann den Preis als Sachsen-Anhalts Kommune 2005. Damit würdigte der Dachverband der Sparkassen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen die vielfältigen Aktivitäten des Altmarkkreises zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Diese lassen sich für Hans-Jürgen Ostermann in einer Zahl zusammenfassen: "Seit der Bildung des Altmarkkreises vor zehn Jahren sind saldiert, also unter Berücksichtigung der entfallenen Jobs, 3100 neue Arbeitsplätze entstanden. Damit liegen wir an zweiter Stelle im Land. Nur der Ohrekreis hat 100 mehr."

Als Ansiedlung, für die sich die Kreisverwaltung besonders stark gemacht hat, ist Ostermann der Bau des Spanplattenwerkes der Glunz AG in Nettgau in bester Erinnerung. "Damals gab es gar nichts, keine Planung, überhaupt nichts. Und alles musste unter hohem Zeitdruck geschehen."

Besonderen Wert hat die Auszeichnung für Ostermann deshalb, weil in den anderen Bundesländern Städte siegten. "Eine Stadt kann ihr Potenzial in dieser Hinsicht eigentlich immer besser demonstrieren", schätzte er ein.

Uhrmachermeister Dirk Dornblüth aus Kalbe hat erst am Montag von der Volksstimmeredaktion erfahren, dass sein Betrieb vom Altmarkkreis nominiert worden ist. Gemeinsam mit vier Mitarbeitern stellt er in reiner Handarbeit Uhren her. Zum Unternehmen gehört auch sein Vater und Firmengründer, Dieter Dornblüth. Vater und Sohn ertüftelten gemeinsam das Uhrwerk, das in den Dornblüth’schen Uhren tickt. Auf Maschinen, wie sie schon in den Uhrmacherwerkstätten vor 100 Jahren üblich waren, werden die Uhren in handwerklicher Präzisionsarbeit hergestellt, erklärt Dirk Dornblüth. "Je nach Art dauert es drei Tage bis eine Woche, bevor eine Uhr fertig ist", erzählt er. Zwischen fünf und sieben Uhren verlassen monatlich die Werkstatt an der Westpromenade. Seit etwa drei Jahren läuft der Vertrieb ins Ausland. Die Einzelstücke mit dem Markenzeichen D. Dornblüth & Sohn, Kalbe S/A, werden in Japan genauso geschätzt, wie in Singapur, Australien oder in den USA. Sie erreichen ihre Empfänger per internationalem Kurierdienst. Auch in Deutschland und im europäischen Ausland haben die Uhren ihre Liebhaber. "Der Absatz läuft gut", so Dirk Dornblüth.

"Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern", reagierte Burkhard Bohn, Vorsitzender der Dampflokfreunde Salzwedel, auf die Nachricht von der Nominierung des Vereins. Auch wenn die Eisenbahnenthusiasten bei der Preisvergabe leer ausgingen, sei allein schon die Nominierung eine Auszeichnung. "Es berührt einen schon, wenn man sieht, dass unsere Arbeit derart geschätzt wird."

Die Dampflokfreunde Salzwedel veranstalten mehrmals im Jahr Feste rund um den Lokschuppen am Salzwedeler Bahnhof. Die Besucher reisen aus einem Umkreis von mehreren hundert Kilometern an. "Wir wollen die Begeisterung für das historische Transportmittel Eisenbahn wecken", beschreibt Burkhard Bohn das Anliegen des Vereins. Denn inzwischen müsse man mindestens 25 Jahre alt sein, um sich an Dampfloks auf den Schienen erinnern zu können.


"Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern", reagierte Burkhard Bohn, Vorsitzender der Dampflokfreunde Salzwedel, auf die Nachricht von der Nominierung des Vereins. Auch wenn die Eisenbahnenthusiasten bei der Preisvergabe leer ausgingen, sei allein schon die Nominierung eine Auszeichnung. "Es berührt einen schon, wenn man sieht, dass unsere Arbeit derart geschätzt wird."

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